Shakespeare, William. Othello ossia Il Moro di Venezia. Tragedia del Cittadino Doucis. Tradotta …Bologna, ca. 1800?.

Extremely rare early edition of this Italian translation of Othello, appearing just two years after the first printed translation of that play into Italian. Modern studies of Shakespeare in Italy, and indeed Anna Busi's exhaustive 'Otello in Italia, 1777-1972', entirely fail to mention Massucco's Othello. This copy has been preserved in its original publisher's printed wrappers, which suggest that Othello was one of a number of "most accredited theatrical works, which are today being sought out in vain by the intelligenti, and the lovers of good taste" (translation of the advertisement on the rear cover).

The first printed appearance of Othello in Italian dates to 1798, when Giustina Renier Michiel included it in her collection of translations from the French of Pierre-François Le Tourneur. Massucco's translation of Othello is thus the first to appear separately, and was composed under quite different circumstances. Unlike Michiel's version, Massucco chose the popular French adaptation of the play by Jean-François Ducis. 'Citizen' Massucco's translation of the French Othello (1792) was presumably spurred by the arrival of French troops in Genoa in 1797, when it was declared the capital of a Napoleonic 'Ligurian Protectorate'. While Ducis himself had been ambivalent towards the revolution, the inter-racial themes of Othello were looked upon favorably by the Republican government committed to equality, fraternity, and liberty for all citizens regardless of color (cf Potter, Othello, p. 60).

Pages 90-95 here contain an alternative rendering by Massucco of Scene 4, Act V, which is apparently much more successful in performance than the original, "che far non possono in Teatro che un miserabile effetto". Massucco also translates an alternate ending of the play composed by Ducis to placate French audiences unused to full-blown tragedy: Othello's friends arrive on the scene just in time to stop him from murdering 'Ersilia' (Massucco's adaptation of Ducis' 'Hédelmone', in turn based on Desdemona). It is interesting to note that Massucco chooses rather odd names for his characters, far removed from Ducis' which are themselves far removed from Shakespeare's originals. Thus the only name faithfully preserved through these iterations is in fact Othello's.

The first (Genoa) edition of Massucco's translation is held only at the Folger, according to OCLC, although Ferrari notes a copy at the Bibliotheca Marciana in Venice. The present second edition, printed in nearby Bologna, is recorded in a single Italian copy in ICCU and in single US copy in OCLC (at Harvard).

Spine with slight loss and strengthened with tissue; title-page foxed; small wormtrack in blank inner margin, touching text on last two leaves; scattered light staining throughout. A very genuine copy in a near-original state.

Voltaire, François-Marie Arouet, (1694-1775). Autograph letter signed "V" to the avocate and poet Bernard Joseph Saurin …N. p., 28 Feb 1764.

The newest tragedy by Saurin, "Blanche et Guiscard, tragédie imitée de l'anglais de Tancred and Sigismunda de Thomson", gives Voltaire a reason to repeat his aversion to Shakespeare and English theatre: "Vous avez fait, monsieur, bien de l'honneur à ce Tomson. Je l'ai connu il y a quelque quarante années. S'il avait scu être un peu plus interessant dans ses autres pièces, et moins déclamateur, il aurait transformé le théâtre anglais, que Gilles Shakespear a fait naître et à gâté, mais ce Gilles Shakespear avec toute la barbarie et son ridicule, a comme Lopez de Véga des trais si naïfs et si vrais, et un fracas d'actions si imposant, que tous les raisonnements de Pierre Corneille sont à la glace en comparaison du tragique de ce Gilles [...] Les anglais on un autre avantage sur nous, c'est de se passer de la rime. Le mérite de nos grands poëtes est souvent dans la difficulté de la rime surmontée et le mérite des poëtes anglais est souvent dans l'expression de la nature [...] Vous savez il n'y a pas un mot de vrai dans l'histoire de Sigismunda et Guiscardo, mais je vous sais bon gré d'avoir donné des louanges à ce Mainfroid dont les papes [biffé et réécrit] ont dit tant de mal [...] Un temps viendra où la St Barthelémi sera un sujet de tragédie [...]".

Voltaire. Correspondance. Édition Theodore Besterman. Vol. VII. Paris: Gallimard, 1981, lettre 8186, pp. 589-590.

Bormann, Edwin, Schriftsteller und Verlagsbuchhändler (1851-1912). Eigenh. Albumblatt mit U.Leipzig, 13 Dec 1905.

"Es giebt so manchen auf der Welt, | Dem meine Weise nicht gefällt. | So auch der Floh, das muntre Tier, | Es fand noch nie Geschmack an mir. | Da naht ein Wiener Exemplar | Und bringt mir seine Grüße dar - | Wie neugeboren bin ich jetzt, | Da der berühmtste 'Floh' mich schätzt".

Edwin Bormann gründete 1888 für die Publikation seiner Werke einen eigenen Verlag und rief 1909 gemeinsam mit Georg Bötticher und Arthur von Oettingen die Künstlervereinigung Leoniden ins Leben. "Bormann trat vor allem als sächsischer Mundartdichter hervor. Daneben verfaßte er Gedichtkollagen wie seine 'Schilleressenz', in denen er nach Art des Cento Zitate zu einem neuen Text montierte. Der Titel seines Buchs 'Jedes Thierchen hat sein Pläsierchen' ging in den deutschen Zitatenschatz ein. In mehreren Publikationen trat er außerdem für die sogenannte Shakespeare-Bacontheorie ein, die Francis Bacon für den Verfasser der unter dem Namen des Schauspielers William Shakespeare veröffentlichten Werke hält. Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Theorie versuchte er - nach eigenem Bekunden - den Nachweis zu erbringen, indem er einen 'unauflöslichen Zusammenhang’ zwischen den Shakespeare-Dichtungen und den naturwissenschaftlich-philosophischen Werken Bacons aufzeigte. So sei der 'Sturm' eine Parabel zu Bacons Naturphilosophie, 'Lear' zur Ökonomie und 'Hamlet' zur Anthropologie“ (Wikipedia).

Bormann, Edwin, Schriftsteller und Verlagsbuchhändler (1851-1912). Eigenh. Brief mit U. und eh. Albumblatt mit U.Leipzig, 8 Nov 1883.

An Alfred Grenser in Wien zur Übersendung des Albumblattes mit einer Abschrift seines Gedichtes "Hans Makart's 'Bacchanden Familiche'. Gunst-Sonett ännes alden Leibz'gersch": "[...] Das Gedichtchen ist meiner soeben bei Braun & Schneider in München erschienenen Sammlung 'Leipziger Allerlei' entnommen und knüpft an ein bekanntes Bild Ihres berühmten Wiener Mitbürgers an. Aber ich hoffe, daß werde von Ihnen noch von Makart selbst (falls ihm das Sonett je vor Augen kommt) die kleine Neckerei mißverstanden wird [...]".

Edwin Bormann gründete 1888 für die Publikation seiner Werke einen eigenen Verlag und rief 1909 gemeinsam mit Georg Bötticher und Arthur von Oettingen die Künstlervereinigung Leoniden ins Leben. "Bormann trat vor allem als sächsischer Mundartdichter hervor. Daneben verfaßte er Gedichtkollagen wie seine 'Schilleressenz', in denen er nach Art des Cento Zitate zu einem neuen Text montierte. Der Titel seines Buchs 'Jedes Thierchen hat sein Pläsierchen' ging in den deutschen Zitatenschatz ein. In mehreren Publikationen trat er außerdem für die sogenannte Shakespeare-Bacontheorie ein, die Francis Bacon für den Verfasser der unter dem Namen des Schauspielers William Shakespeare veröffentlichten Werke hält. Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Theorie versuchte er - nach eigenem Bekunden - den Nachweis zu erbringen, indem er einen ‚unauflöslichen Zusammenhang’ zwischen den Shakespeare-Dichtungen und den naturwissenschaftlich-philosophischen Werken Bacons aufzeigte. So sei der 'Sturm' eine Parabel zu Bacons Naturphilosophie, 'Lear' zur Ökonomie und 'Hamlet' zur Anthropologie“ (Wikipedia).

Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

Giraldi, Giovanni Battista. Hecatommithi, overo Cento Novelle di M. Giovanbattista Giraldi Cinthio …Venedig, 1579-1580.

Noch frühe Ausgabe von Giraldis bekanntestem Werk (EA 1565), einer Novellensammlung im Stile Boccaccios und Bandellos, das u. a. Shakespeare die Stoffe für "Maß für Maß" und "Othello" lieferte. Der Literat, Dramatiker, Philosoph und Mediziner Giovanni Battista Giraldi (1504-73) aus Ferrara ist unter dem Namen "Cinzio" bekannt.

Etwas gebräunt bzw. braunfleckig; der zweite Teil stärker wasserrandig. Gelenke angeplatzt.

Trenck, Siegfried von der, Schriftsteller (1882-1951). Ms. Postkarte mit eigenh. Paraphe.Berlin, 2 Dec 1947.

Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: “Ich habe inzwischen einen ‘Goethe’, ‘Paulus’, Luther’, ‘Katechismus’, 3 Bände ‘Mysterium Christi’, ‘Shakespeare’, ‘Faust’ geschrieben. Aber wann wird es je gedruckt werden? [...]” - Gar nicht; Trenck, der während des Dritten Reichs Mitglied des nationalsozialistischen Rechtswahrerbundes war, sollte nach 1945 bis zu seinem Tod nicht mehr publizistisch hervortreten. Vgl. Kosch IV, 3044 und BBKL XII, s. v.

Thumann, Paul Friedrich, Maler (1834-1908). Eigenh. Brief mit U.O. O. u. D.

"Ihre werthe Zuschrift vom 18. Aug. ist erst heute - bei meiner Rückkehr von einer Reise - in meine Hände gekommen u. ich eile Ihnen zu sagen, dass ich Dir. Gruner sehr gern den gewünschten Gegenstand besorgen will. Wenn die Arbeit soweit ist, dass die Zeichnung nothwendig wird, geben Sie mir gefälligst weitere Nachricht. Vorläufig werde ich noch einmal bis gegen Ende Sept. von hier abwesend sein […]".

Neben Illustrationen zu Dichtungen von Goethe, Schiller, Shakespeare und anderen schuf Thumann Historien- und Genrebilder sowie Porträts.

Greg, Percy. Jenseits des Zodiakus. Der Bericht einer Reise nach dem Mars dechiffriert, …Berlin, 1882.

Sehr seltene erste und einzige deutsche Ausgabe des 1880 erschienenen phantastischen Romans "Across the Zodiac: The Story of a Wrecked Record". Das Werk gilt - neben den Romanen Jules Vernes - als einer der frühesten Vertreter des Science-Fiction-Genres. Percy Greg (1836-89) war der (um fast vierzig Jahre ältere) Bruder des herausragenden Shakespeare-Bibliographen W. W. Greg.

Erschien zugleich als Bd. 25-28 der von Paul Jüngling herausgegebenen Reihe "Englische Romanbibliothek". Vorliegend nur die Bände 2 und 3. Nur ein einziges Exemplar in Bibliotheken nachweisbar (BSB München).

Böttger, Adolf, Schriftsteller (1815-1870). "Johann, regierender König von Sachsen". Eigenh. Manuskript mit U. ("Ad. …O. O. u. D.

"Die Geschichte spricht: / Wo menschlich groß der Fürst das Muster gibt, / Und jeder Bürger Gleiches will und schafft, / Da segnet edle Freiheit Volk und Land, / und freiheitlos nicht nenn' ich Sachsens Boden [...]".

Vornehmlich als Lexikograph des Englischen tätig, wurde Böttger insbesondere durch seine literarischen Übersetzungen (vor allem Shakespeare, Pope, Goldsmith aus dem Englischen und Racine aus dem Französischen) bekannt. 1846 begann er eigene Arbeiten zu veröffentlichen, darunter die vielfach nachgeahmte "Blumenlyrik" ("Hyazinth und Lilialide", 1849) und Versepen mit historischen Motiven.

Die 2 losen Blatt manuell zu einem Doppelblatt verbunden; etwas (finger)fleckig.

Engel, Fritz, Schriftsteller (1867-1935). Ms. Brief mit eigenh. U.Berlin, 28 Dec 1907.

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bedaure sehr, durch Berufsarbeiten voll in Anspruch genommen zu sein, so dass ich Ihrer frdl. Aufforderung nicht Folge leisten kann [...]".

Fritz Engel war Redakteur und Theaterkritiker des "Berliner Tageblatts", Vorsitzender der Kleist-Stiftung, die er 1911 mitbegründet hatte, und Mitglied zahlreicher Vereinigungen. "Für die Sammlung 'Schneiders Bühnenführer' bearbeitete er u. a. die Bände über Shakespeare, Shaw und Wilde. Als Schriftsteller ist Engel mit einer Reihe von Novellen, Lustspielen und Gedichtsammlungen hervorgetreten, u. a. 'Und draußen ist Krieg' (1915) und 'Wir sind jung' (1916)" (DBE).

Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Berliner Tagblatts".

Römpler, Alexander, Schauspieler (1860-1909). Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U.Wien, 27 Jan 1895.

Brustbild aus dem Atelier des Photographen Rudolf Krziwanek, Wien & Ischl, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Widmung und Unterschrift auf der Bildseite: "Life's but a walking shadow, a poor player / That struts and frets his hour upon the stage / And then is heard no more. It is a tale / Told by an idiot, full of sound and fury, / Signifying nothing.

(Shakespeare)".

Etwas braunfleckig.

Alexander Römpler war Schauspieler und Regisseur am Wr. Burgtheater, Lehrer am Wr. Konservatorium für Musik und Darstellende Kunst und mit Hedwig Bleibtreu verheiratet, die das gemeinsame Haus in der Spöttelgasse 71 nachdem ihr Mann 1909 an einem Herzleiden verstorben war, an Arthur Schnitzler verkaufte.

Böttger, Adolf, Schriftsteller (1815-1870). Eigenh. Brief mit U.Leipzig ?, 16 Mar 1863.

An einen Theaterdirektor. "Voraussichtlich kann mein früherer Wunsch, die Aufführung des eingereichten Stückes in dieser Saison betreffend, jetzt unmöglich erfüllt werden [...]". Er bittet daher, ihm das Manuskript des 'Marino Faliero' zurückzusenden.

Der als Sohn eines Steuereinnehmers in Leipzig geborene Böttger studierte Philosophie und Philologie, war als Lexikograph des Englischen tätig und wurde insbesondere durch seine literarischen Übersetzungen (vor allem Shakespeare, Pope, Goldsmith aus dem Englischen und Racine aus dem Französischen) bekannt. 1846 begann er eigene Arbeiten zu veröffentlichen, darunter die vielfach nachgeahmte 'Blumenlyrik' (‘Hyazinth und Lilialide’, 1849) und Versepen mit historischen Motiven. Vgl. Kosch I, 192.